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Reform des Urheberrechts

Das Urheberrecht schützt Leistungen des menschlichen Geistes. Daher müssen die Rechte der Kreativen im Mittelpunkt der Reformen stehen – gerade vor dem Hintergrund der digitalen Revolution mit ihren neuen Chancen und Herausforderungen.

Das Internet bietet ein enormes gesellschaftliches Potential: Die digitale Revolution erleichtert einem großen Teil der Bürgerinnen und Bürger den Zugang zu Wissen und Kultur – oder macht ihn sogar erstmals möglich. Es ist daher falsch, nur einseitig auf die Risiken der Digitalisierung und des Internets zu starren.

Vielmehr gilt es, sich den digitalen Herausforderungen der Zukunft zu stellen und keine Geschäftsmodelle zu schützen, wie es sie vor dem Internetzeitalter gab, nur weil sie alt hergebracht sind. Das neue Urheberrecht muss den Zwiespalt zwischen denen, die ihre Augen vor der Realität der digitalen Welt verschließen und denen, für die das Urheberrecht ein blanker Anachronismus geworden ist, überbrücken.

Um die Rechte der Kreativen zu schützen, müssen bei der Reform des Urheberrechts vier Prämissen im Vordergrund stehen: Die Selbstbestimmung des Künstlers muss unangetastet bleiben, seine Persönlichkeit und Individualität ist zu bewahren und die Leistungsgerechtigkeit in den Mittelpunkt zu rücken, um den Kreativen weiterhin ein Auskommen zu garantieren. Schließlich muss die kulturelle Vielfalt auch in Zukunft gesichert sein.

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