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Keine öffentlich-rechtliche Presse auf Rechnung des Gebührenzahlers!

Auf dem Medienforum in Köln hielt Bundesministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eine Rede. Darin sprach sie auch zum schwelenden Streit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Verlage über gebührenfinanzierte Angebote für Smartphones und Tablet-Computer.

Datum
20.06.2012

„Es gilt, auf die strukturellen Herausforderungen der Verlage nicht auch noch vermeidbare Belastungen draufzusatteln. Eine presseartige App, finanziert durch die Gebührenzahler, ist eine vermeidbare Belastung“, sagte die Ministerin. Dem gebührenfinanzierten Rundfunk solle durchaus die Möglichkeit erhalten bleiben, sich fortzuentwickeln und sich neuen Technologien und Nutzungsgewohnheiten anzupassen. „Aber wir dürfen nicht den Weg zu einer öffentlich-rechtlichen Presse auf Rechnung des Gebührenzahlers einschlagen. Jeder Schritt in diese Richtung belastet die Möglichkeit der Verlage, ihre Geschäftsmodelle im Netz weiterzuentwickeln.“
Daraus folgt für die Ministerin ganz konkret: „Gebührenfinanzierte App-Angebote sollten sich auf den Bereich der Bewegtbilder beschränken. Dort sind sie angemessen, will man sich von den Gewohnheiten der Zuschauer nicht abkoppeln. Wenn ich aber nur noch an der Hintergrundfarbe erkenne, ob ich eine aktuelle Zeitungs-App oder das Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nutze, läuft etwas falsch.“

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