Initiative: „Mit Recht für Zivilcourage“ - Gemeinsam gegen Rechtsextremismus
„Der Kampf gegen Rechtsextremismus erfordert eine aktive Gesellschaft“ – Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger scheut die politische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus nicht. Unter dem Motto „Mit Recht für Zivilcourage“ setzt sich das Bundesministerium der Justiz in der gesamten Legislaturperiode nachhaltig gegen Rechtsextremismus in Deutschland ein. Die Projekte werden nun auf www.bmj.de/zivilcourage - einer neuen Unterseite des Internetauftritts - vorgestellt.
- Datum
- 11.10.2012
Deutschland hat ein Problem mit dem Rechtsextremismus und das nicht erst seit der Mordserie der NSU. Jenseits der monströsen Mordtaten sind es alltägliche Erlebnisse von Ausgrenzung, Diskriminierung und Zurückweisung, die erkennbar werden lassen, dass viele Menschen Einstellungen zeigen, die man in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft nicht erwarten würde. Sozialforscher machen schon länger darauf aufmerksam, dass der Rechtsextremismus seine Netzwerke bis in die Mitte der Gesellschaft spannt. Verbote oder erhöhte Strafandrohungen erweisen sich mehr als Placebo, denn als wirksames Gegenmittel. Die anlassbezogene, wellenförmige Beschäftigung mit einzelnen Verbrechen oder Auswüchsen verdeckt, dass rechtsextreme Einstellungen vom Sportverein bis zur Schule vom Arbeitsplatz bis in die sozialen Netzwerke verbreitet sind. Und genau dort muss ihnen auch entgegengetreten werden.
Eine erfolgreiche Bekämpfung des Rechtsextremismus gelingt vor allem aus der Mitte der Gesellschaft heraus und folgt nicht den kurzfristigen Schlagzeilen der Tagespresse, sondern ist auf Dauer angelegt. Das Thema Rechtsextremismus muss offen – auch und vor allem mit jungen Menschen – thematisiert werden. Dies alles verkörpern die Veranstaltungen und die politische Aufklärungsarbeit, die das Bundesjustizministerium unter der Überschrift „Mit Recht für Zivilcourage“ zusammenführt.

