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Leutheusser-Schnarrenberger Schirmherrin des CSD in Stuttgart
Stuttgart, 16. Juli 2010
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat die Schirrmherrschaft des diesjährigen Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart übernommen. Das größte schwul-lesbische Fest in Süddeutschland findet vom 23. Juli bis zum 1. August unter dem Motto "schön wär's" in der Landeshauptstadt statt. "Schön wär's, wenn jeder seinen Lebensstil und sein Familienmodell ohne Diskriminierungen leben könnte. Schön ist's, dass wir diesem Ziel jetzt ein gutes Stück näher kommen", schreibt die Bundesjustizministerin in ihrem Grußwort für das Stuttgarter CSD-Programmheft.
Die Bundesregierung habe im Koalitionsvertrag vereinbart, zahlreiche Benachteiligungen von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus der Welt zu schaffen, schreibt Leutheusser-Schnarrenberger weiter: "Wir werden im Steuerrecht gleichheitswidrige Benachteiligungen abbbauen, wir werden das veraltete Transsexuellenrecht verfassungsrechtlich einwandfrei modernisieren, wir werden schon in Kürze die Diskriminierungen im Beamtenrecht des Bundes beenden."
Darüber hinaus seien auch im Adoptionsrecht Reformen überfällig, stellt die Bundesjustizministerin fest: "Gemeinsame Adoptionen durch Lebenspartner sind inzwischen nach internationalem Recht zulässig. Studien zeigen zudem, dass Kinder in Regenbogenfamilien ebenso gut aufwachsen können wie bei Eheleuten." Deshalb streite sie dafür, die gemeinsame Adoption durch Lebenspartner auch im deutschen Recht zu ermöglichen.
Heute Abend nimmt die Bundesjustizministerin an einem Empfang im Stuttgarter Rathaus teil, der den diesjährigen CSD am Neckar offiziell eröffnet. "Ich danke allen, die mit ihrem Engagement mithelfen, dieses Fest der Vielfalt, Toleranz und Lebensfreude auf die Beine zu stellen", so Leutheusser-Schnarrenberger.


