Verbraucherschutz

Verbraucherschutz durch Rechtspolitik

Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher stärken

Bunte Menschen unter einem überdimensional großen schwebenden Regenschirm - ©iStockphoto.com/Thomas_EyeDesign

Unser Wirtschaftsleben kennzeichnet sich durch Vertragsfreiheit und Privatautonomie. Dieses freie Spiel der Kräfte braucht einen staatlichen Regelungsrahmen, um so für einen gerechten Ausgleich der Interessen aller am Wirtschaftsverkehr Teilnehmenden zu sorgen. Insbesondere Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen rechtlichen Schutz, weil sie gegenüber Unternehmen vielfach in einer schwächeren Position sind - wirtschaftlich, strukturell und im Hinblick auf die für sie zugänglichen Informationen.

Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung der Verbraucherinnen und Verbrauchern sollen gestärkt werden, unser Leitbild ist der mündige Verbraucher bzw. die mündige Verbraucherin. Aber auch die Belange der Wirtschaft müssen angemessen berücksichtigt werden.

Unsere Reformen tragen dem Rechnung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit und die Transparenz für Verbraucher ohne die Wirtschaft mit unverhältnismäßigen Auflagen zu belasten.

Dieses "Portal" bietet Ihnen einen Überblick über unsere laufenden Vorhaben und bereits abgeschlossenen Projekte zum Verbraucherschutz. Wir informieren Sie über die Reform der Kontopfändung, die Reform des Versicherungsvertragsrechts, die Reform der Verbraucherinsolvenz und über die Modernisierung des Schuldrechts. Außerdem erfahren Sie, wie Sie sich gegen unerwünschte Telefonwerbung wehren können und wie Sie die Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe am besten erreichen.

Weitere Informationen zu Fragen der allgemeinen Verbraucherpolitik finden Sie unter www.bmelv.de.

Reform der Kontopfändung

Ein Girokonto ist heutzutage für viele Bürgerinnen und Bürger die Voraussetzung für die Teilnahme und Teilhabe am modernen Wirtschaftsleben. Ein Girokonto für alle Bürgerinnen und Bürger ist nun möglich geworden, denn eine Kontolosigkeit ist nicht nur finanziell nachteilig, sondern beschränkt die Betroffenen in ihrer wirtschaftlichen Handlungsfreiheit oder bedroht gar ihre Existenz.

Fahrgastrechte

Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer erhalten deutlich mehr Rechte, vor allem bei Verspätungen und Zugausfällen. Es gibt gesetzliche Ansprüche auf Entschädigungen bei Zugausfällen und -verspätungen. Menschen mit Behinderungen haben es leichter, mit der Bahn zu fahren, und die Rechte der Fahrgäste bei Personenschäden wurden verbessert

Unerwünschte Telefonwerbung

Unerwünschte Telefonwerbung hat sich in der letzten Zeit zu einem die Verbraucher erheblich belästigenden Problem entwickelt. Wer kennt das nicht: Das Telefon klingelt, und eine freundliche Stimme verspricht Gewinne, eine Traumreise oder günstige Telefontarife.

Kostenfallen im Internet

Datenschutz im Internet

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger fordert mehr Eigenverantwortung der Nutzergemeinde. Die geplante "Stiftung Datenschutz" soll sich mit den Chancen und Risiken der modernen Kommunikation beschäftigen.

UWG

Das Bundeskabinett hat am 21. Mai 2008 einen Entwurf zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) beschlossen. Das Gesetz gibt den Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Rechtssicherheit, u.a. wird es eine „Schwarze Liste“ von unlauteren Geschäftspraktiken geben.

Schutz bei Kreditverkäufen

Der Verkauf von Krediten ist ein wichtiges Mittel zur Refinanzierung und Liquiditätsbeschaffung von Banken. In jüngerer Zeit sind Banken zunehmend dazu übergegangen, Forderungen aus – notleidenden und nicht notleidenden – Krediten im Paket an Finanzinvestoren zu verkaufen.

Umsetzung Verbraucherkredit- und Zahlungsdiensterichtlinie

Mit dem Gesetz werden die Richtlinie 2008/48/EG sowie der zivilrechtliche Teil der Richtlinie 2007/64/EG in deutsches Recht umgesetzt.

Versicherungsrecht

Mit dem Gesetz zur Reform des Versicherungsvertragsrechts wurde zum 1. Januar 2008 das Versicherungsvertragsgesetz aus dem Jahr 1908 abgelöst. Ziel der Reform war es, die Rechte der Versicherungsnehmer gegenüber den Versicherern in vielen Bereichen erheblich zu stärken und die Transparenz im gesamten Versicherungsrecht zu verbessern.

Produkt- und Markenpiraterie

Informationen zur Strafbarkeit von Produktpiraterie und anderer Schutzrechtsverletzungen.

Schuldrechtsmodernisierung

Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts haben wir mehr Rechte für Verbraucher geschaffen. Verbraucherschutzgesetze wie z.B. das Haustürwiderrufsgesetz, das Fernabsatzgesetz oder das Gesetz über Allgemeine Geschäftsbedingungen sind seitdem im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) integriert und als Nebengesetze weggefallen. Damit wurde das Schuldrecht insgesamt erheblich übersichtlicher.

Anlegerschutz

Das Gesetz zur Neuregelung der Rechtsverhältnisse bei Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen und zur verbesserten Durchsetzbarkeit von Ansprüchen von Anlegern aus Falschberatung ist am 5. August 2009 in Kraft getreten. Es soll das Schuldverschreibungsrecht modernisiert und das alte Schuldverschreibungsgesetz aus dem Jahr 1899 abgelöst werden.

BGB-Informationspflichten-Verordnung

Die Verordnung über Informations- und Nachweispflichten nach bürgerlichem Recht (BGB-Informationspflichten-Verordnung – BGB-InfoV) stellt Muster für die Belehrung über das Widerrufs- bzw. das Rückgaberecht zur Verfügung.

Gemeinschaftlicher Besitzstand im Verbraucherschutz

Die „Überprüfung des gemeinschaftlichen Verbraucherbesitzstands“ ist neben dem „Gemeinsamen Referenzrahmen für ein Europäisches Vertragsrecht“ das zweite Element der Kommissionsvorhaben auf dem Gebiet des Europäischen Vertragsrechts.

Verbraucherzentralen

Hier finden Sie Links zu der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (vzbv) und den Verbraucherzentralen der Länder. Die Verbraucherzentralen vertreten die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Auf den Seiten finden Sie aktuelle Informationen zu Verbraucherschutz, Verbraucherpolitik und Verbraucherrecht.